Kieselsteine & Kienäpfel – Geräusche mit Naturmaterial
geräusch[mu'si:k] ist ein künstlerisches Vermittlungsprojekt zu experimenteller Musik mit Alltagsgeräuschen, Hören als komplexer Wahrnehmung und Komponieren mit zeichnerischen Notationstechniken.
Experimentelle Musik, Frühkindliche kulturelle Bildung, Schulprojekt, musique concrète
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Kieselsteine & Kienäpfel – Geräusche mit Naturmaterial

Bei unseren Hörspaziergängen geht es nicht nur über Stock und Stein! Wir nehmen Stock, Stein, Kiefernzapfen, Knallerbsen und stachelige Kastanienschalen auch gleich mit, um mit diesen Fundstücken Geräuschkonzerte zu machen. Mit vielen Naturmaterialien kann man sofort Geräusche machen, beispielsweise mit Getreidehalmen in der Luft rascheln oder Kieselsteine in der hohlen Hand schütteln.

Kastanien rumpeln und rollen. Ihre stacheligen Kapseln kratzen auf der Kiste. Die wuscheligen Fruchthüllen der Baumhaselnuss machen eher ein Kribbelgeräusch. Ovale Eicheln kullern oder hüpfen ganz unregelmäßig. Glatte Äste in handliche Stücke zersägt rollen wiederum poltrig und tief. Auf dicken, armlangen Astabschnitten kann man trommeln, wie auf einem Holz-Xylofon, und eine grobe Rinde klingt so rubbelig wie ein Waschbrett.

Dünne Weidenruten zischen kräftig durch die Luft. Im Vergleich dazu klingt ein Kiefernzweig mit seinen langen Nadeln wie peitschen oder fegen. An den Schuppen eines Kiefernzapfens kann man zupfen, wie bei einer Kalimba, und wenn man ihn dabei mit dem Ansatz auf einen Resonator drückt, wird der Klang verstärkt. Zapfen gibt es sowieso in einer schier unglaublichen Formenvielfalt: Ein Fichtenzapfen ergibt eine ratternde Säge.

Mit etwas Glück findet man Schneebeeren, auch Knallerbsen genannt, oder hat exotische Stadtbäume, wie den Lederhülsenbaum mit seinen trockenen Klapperschoten. Die Sammlung ist endlos erweiterbar: Bucheckern mit stacheligen Fruchtbechern, Schneckenhäuser, dicke Zedernzapfen, kleine Erlenzapfen …

Beim Erforschen von Geräuschen kommt es darauf an, mit dem Material ausgiebig zu experimentieren, denn feine oder überraschende Unterschiede können erst beim Hantieren erlebt werden. Also brauchen wir reichlich Zeit und Experimentiergut, denn „Zweiglein zerknacken“ geht meist nur einmal; und selbst wenn wir mit trockenen Blättern nur ganz zart auf einer Kiste kratzen oder sehr vorsichtig rascheln, entsteht wie von selbst das Geräusch „Zerbröseln“.

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Kindergarten